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Neue Sinteranlagen SIN 50+ und SIN 100 Multi Drive: Weniger Kraft, mehr Effizienz

Die Leistungselektronik entwickelt sich schnell. Neue Materialsysteme, kleinere Bauteile, höhere Anforderungen an Zuverlässigkeit – und damit auch neue Anforderungen an die Fertigungsanlagen. PINK stellt mit der SIN 50+ und der SIN 100 Multi Drive zwei Sinteranlagen vor, die genau auf diesen Wandel ausgelegt sind.

Warum braucht der Markt eine neue Anlagenklasse?

Druckunterstütztes Sintern hat sich als das überlegene Fügeverfahren für Die-Attach-Verbindungen in der Leistungselektronik etabliert. Höhere thermische und elektrische Leitfähigkeit, bessere Zuverlässigkeit in Temperatur- und Lastwechseltests – die Vorteile gegenüber konventionellen Lötverbindungen sind belegt.

Lange Zeit dominierten klassische Silbersinterpasten den Markt, die Prozessdrücke von bis zu 30 MPa erfordern. Die dafür ausgelegten Anlagen – wie die bewährte PINK SIN 200+ modular – sind auf diese hohen Kräfte ausgelegt.

Doch der Markt hat sich weiterentwickelt. Moderne kupferbasierte Sinterpasten und druckoptimierte Silbersysteme sind bereits bei 10 bis 20 MPa prozessierbar. Und Diffusionslöten auf Basis von TLPS-Materialien kommt mit noch weniger aus: 0,4 bis 5 MPa reichen hier aus. Wer für diese Prozesse eine Anlage mit 30 MPa kauft, zahlt für Kraft, die er nie braucht – und für Gewicht, Platz und Investitionskosten, die nicht zur Aufgabe passen.

Was können SIN 50+ und SIN 100 Multi Drive, was andere nicht können?

Beide Anlagen sind exakt für den Druckbereich von 0,4 bis 20 MPa konzipiert – und damit passgenaue Lösungen für moderne Niederdruckprozesse. Die SIN 50+ leistet bis zu 500 kN, die SIN 100 Multi Drive bis zu 1.000 kN.

Was sie von einfacheren Kompaktlösungen unterscheidet: PINK hat die vollständige Regelarchitektur der SIN 200+ modular übernommen. Aktive Kraftregelung, Kraft-Weg-Überwachung, frei programmierbare Temperaturprofile – und eine lückenlose Prozesskontrolle mit Aufzeichnung aller relevanten Parameter. Für Kaufentscheider bedeutet das: keine Kompromisse bei Qualität und Rückverfolgbarkeit, auch nicht in der kleineren Anlage.

Dazu kommt eine Prozessfläche von 350 × 300 mm – ein Format, das in dieser Kraftklasse am Markt derzeit nicht erreicht wird.

Wie flexibel ist das Werkzeugkonzept?

Ein Stempel für alle Bauteile – das funktioniert in der Praxis selten. SIN 50+ und SIN 100 Multi Drive arbeiten mit einem Softtool-Konzept, das auf einem elastischen Feststoff basiert. Dieser verteilt den Druck gleichmäßig über die gesamte Prozessfläche – unabhängig von Dickentoleranzen oder unterschiedlichen Bauteilhöhen.

Darauf aufbauend stehen zwei Werkzeugoptionen zur Wahl: ein Hartstempelwerkzeug mit automatischer Ausrichtung für enge Toleranzanforderungen und ein Multistempelwerkzeug für die simultane Bearbeitung von Bauteilen unterschiedlicher Höhe auf einem Substrat. Beide sind vom Bediener selbst tauschbar – ein Produktwechsel erfordert keinen Serviceeinsatz.

Entscheidend für den Betrieb: Die Krafterzeugung kommt ohne Druckgas oder Öl aus. Das bedeutet keine Dichtelemente unter Dauerbelastung bei hohen Prozesstemperaturen – und damit längere Wartungsintervalle sowie niedrigere Werkzeugkosten.

Was bringt das konkret für Produktion und Investition?

Kompakter, leichter, günstiger in Anschaffung und Betrieb – ohne dabei die Prozessqualität zu kompromittieren. Das Sintermodul beider Anlagen misst 1.360 × 1.994 mm. Das geringere Gewicht gegenüber der SIN 200+ modular vereinfacht die Integration auch an Standorten mit begrenzter Deckenlast und senkt die Aufstellkosten.

Beide Anlagen können als Stand-alone-Modul betrieben oder mit Vorheiz- und Kühlmodulen zu einer vollständigen Inline-Linie ausgebaut werden – auch nachträglich.

Wo kann ich mehr über die Anlagen erfahren?

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SIN 50+ by PINK GmbH Thermosysteme